Der Zorn der Japanerin

2001 war ich unter Druck. Seltsame Menschen wollten mich aushorchen. Ich selbst schien in ein Milieu untergetaucht zu sein, das Schrecken erregend war. Salzburg, das ist eine Stadt, in der vor allem die Musik regiert.

Franz und ich, wir hatten beschlossen, nichts über den schrecklichen Terroranschlag auf das Mozarteum auszusagen. Mein Steuermann war der Ansicht, wir sollten abwarten, bis die Abwehrwaffen gegen die israelischen Angriffe fertig sind.

Ich lungerte als Barkeeper in der Stadt Salzburg herum. Hundert Meter neben dem angegriffenen Gebäude, dem Mozarteum, in einer Bar unter einer tausend Jahre alten Kirche, harrte ich zwei Jahre aus und sprach mit den Opfern, den Zeugen und der Täterin.

B20DC33E-7A1E-4C58-A8B5-2A6DB0547646
豐葦原千五百秋瑞穂之地 – Japan, „Land, wo das Schilf weit und schön gedeiht, wo 1500 Herbste sind und die Reisähren reiche Frucht tragen“

(Foto NASA)

Am Abend des 14. Februar 2002 betrat eine wunderschöne Japanerin die Bar in der ich arbeitete. Ich hatte sie zuvor bereits als hübsche Frau kennen gelernt, die Temperament bewies. An diesem Abend war aber die Bar leer. Sie setzte sich allein an den Tisch neben dem Barkeeper.

Plötzlich brach die Welt zusammen. Die Frau brüllte. Sie schlug mit harten Gegenständen um sich und drohte das Lokal zu verwüsten. Ein Mensch, auch eine Frau kann das, wenn sie will und losgelöst ist. Faustdicke Eisenstücke flogen um die Ecke.

Es war der Tod. Der Cellokoffer (diese Agentin des japanischen Sicherheitsdienstes war eine Musikstudentin) krachte zu Boden. Ich weiß nicht mehr, wie ich die Vorwürfe dieser Frau unter Kontrolle gebracht habe.

Viele Japanische Menschen sind ab 1997 in Salzburg im Mozarteum vergiftet worden und anschließend gestorben oder haben furchtbar gelitten.

Ich entschuldige mich von Herzen und bekunde meine Liebe zu Japan, wie ich sie im schriftlichen Vorwurf gegenüber der Täterin des Anschlags im Jahr 1998 zum Ausdruck gebracht habe.

Weder die österreichische Polizei noch die Sicherheitsdienste der VSA haben von der Schuld der Täterin gewusst. Es tut mir leid, dass ich diese Schuld nicht öffentlich gemacht habe.

 

Erklärung an das Kaiserreich Japan

English

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s