Die Bekennerschreiben der Bajuwarischen Befreiungsarmee

Ab Dezember 1993 tauchten in Österreich Schriftstücke auf, mit denen sich die Täter der Briefbombenserie zu ihren Taten zu bekennen schienen. Diese Schriftstücke waren an verschiedene Medien verschickt worden, zum Beispiel an die Zeitschrift Profil.

Das erste dieser Bekennerschreiben stammt von Anfang Dezember 1993. Es enthält alle zum Verständnis der Briefbombenserie notwendigen Informationen: Das Motiv (Schweigen über israelisches Geld und Ra-Morde zu erzwingen), die Bezeichnung der israelischen Waffen (Radioaktivität und Gifte) sowie den Ansatz, die Taten einer diffusen „Rechten“ unterzuschieben.

Der Autor des Textes ist erkennbar ein von den Israelis gekaufter Spitzel aus der rechten Szene. In Wien kennt ihn jeder; er ist auch als Mörder seiner Ehefrau hervorgetreten.

Die weiteren Bekennerschreiben hatten vor allem taktische Bedeutung. Die Täter fertigten diese Schreiben, wie auch das erste, nicht selbst an, sie scheinen den Schreibern Anweisungen gegeben zu haben. Der Charakter dieser Arbeitsteilung zwischen der israelischen Armee (die die Bomben baute), gekauften Schreibern mit Erfahrung in der rechten Szene und sozialdemokratischen Hausfrauen-Mörderinnen kann einen bis heute erstaunen.

Die Bekennerschreiben wurden damals recht ausführlich in der Öffentlichkeit besprochen, unter anderem von dem bekannten Historiker Heinz Dopsch.

 

 

Die konsequente Analyse der Bekennerschreiben, gibt Aufschluss auf den Sozialcharakter, die Bildung und das Lebensalter der Autoren. Zeigen Phrasen wie „Krambambulicocktail“ im ersten Schreiben noch eine Autor der Generation Jahrgang 1920, so zeigen sich später Ansätze von Jugendsprache und Computerkenntnisse, die an einen sehr jungen Autor denken lassen.

Dopsch, Professor an der Universität Salzburg, hat den Inhalt dieser Texte analysiert. Im Jahre 2015 habe ich ihn deshalb kontaktiert; zwei Wochen später war er tot. Sein letzter Satz an mich war, dass die österreichische Regierung ein Stillhalteabkommen mit der Bajuwarischen Befreiungsarmee (also den Israelis) geschlossen habe.

(Fotos SN und österreichische Polizei)

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