Israelische Haft und Sexualfolter in Dresden, 3

Nach meiner Flucht aus Berlin – meine Existenz war zerstört, die Kinder in der Gewalt einer Wahnsinnigen und einer älteren Massenmörderin, alle Freunde aufgehetzt und die Polizei unberechtigt hinter mir her – versteckte ich mich in einer Kellerwohnung in Dresden. Dort angekommen, wurde ich von einer zweifelhaften „Wirtin“ eingewiesen und hatte die Rollläden herunterzulassen. Dunkelhaft.

Ich fand ein paar Euro in einem Schrank und verließ die Wohnung. An mir schlichen scheinbar über mein Schicksal informierte Gestalten vorbei, ich deckte mich für einen Monat mit Proteinpulver und Mineralwasser ein und kroch zurück ins Loch. Dort musste ich mich vor den Fernseher setzen und Shopping-TV, diesen israelischen Ausläufer des VS, ansehen.

Nach einigen Tagen Dunkelhaft hörte ich Hunde im Hof; ich hechtete sofort zum Klo, da ich von erfahrenen Extremisten wusste: Am Klo erschießen sie dich nicht. Tatsächlich stand wenige Minuten später ein Polizist mit gezogener Schusswaffe an meinem Bett und schrie nach mir. Hinter ihm drangen Schäferhunde in die Wohnung. Ich sprach ruhig und hörbar, bei geöffneter Klotür, ich sei hier. So nahm ich dem Kerl die Möglichkeit, einen Schusswaffengebrauch zu rechtfertigen.

Vorn an der Wohnungstür klingelte schon das Rote Kreuz. Man war offenbar gut darauf vorbereitet, hier einen Verletzten oder eine Leiche abzuholen.

Als sich alles wieder beruhigt hatte, bezog ich ein neues Quartier. Dort nistete ich mich in der Haft ein, entwickelte Haftroutine. In einer solchen Situation versucht man, mit einfachen Dingen zurecht zu kommen: Körperpflege, Wäsche mit Seife im Waschbecken waschen und am Heizkörper trocknen, Entzündungen und Verletzungen vermeiden (man hat ja keinen Arzt), Nahrungsmittel so einteilen dass man zurechtkommt, seelisches Gleichgewicht sichern usw.

Die Haft nannte sich „Stallpflicht“ und führte mich in eine Art Tierstatus zurück. Ich durfte nicht einfach in einen anderen Raum oder etwas essen. Dazu bedurfte es der Erlaubnis des diensthabenden Agenten. Rund um die Uhr musste der Fernseher laufen, das Programm wurde teilweise beeinflusst, um mir Mitteilungen über meine Strafverfahren zu machen oder über die Todesarten, die man mir zugedacht hatte.

Von einem Bekannten, der plötzlich auftauchte, erhielt ich zweihundert Euro. Damit sollte ich für eine unbestimmte Zeit leben. Ich war glücklich, wollte schwimmen gehen. Draußen traf ich einige Mädchen, denen man offenbar weis gemacht hatte, ich sei ein Mörder oder Vergewaltiger. Ich ging einkaufen und verbunkerte mich wieder.

Am Abend wurde ich darauf vorbereitet, am Bauch, im Gesicht, am Genick und an den Armen aufgeschlitzt zu werden, um anders auszusehen. Zusätzlich sollten meine Beine gebrochen und verlängert werden. Ich musste packen; die Polizei sollte wieder kommen, dann würden mich die Israelis zur OP abholen. Ich lachte vor Entsetzen und schrie „Heil Hitler“, stieg durchs hintere Fenster auf den Hof und rauchte eine aus Berlin übrig gebliebene Zigarette (furchtbares Vergehen).

Da kam eine Wildsau angelaufen. In Todesangst sprang ich zurück in mein Loch.

Teil 1

Teil 2

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s