Gesichter des Todes

Als Ulli Maier erwischt wurde

Im Jahr 1993 ging die Schifahrerin Ulrike Maier eine Partnerschaft mit dem Sohn meiner „Großmutter“ ein, der dritten Frau meines Großvaters Sepp. Zunächst ohne es selbst zu wissen näherte sich Ulli damit dem Zentrum der israelischen Macht in Mitteleuropa; vom ersten Tag an war sie, die sie sich nie ein Blatt vor den Mund genommen hat in Gefahr.

Ullis Partner, ein brandgefährlicher, kerniger Gebirgs-Gigolo der „warmherzigen“ Sorte stellte ihr bald Sepps Frau vor, man freundete sich bei Kaffee und Kuchen in Sepps Stube an. Ulli hätte genauso gut zum Teufel auf einen Kaffee gehen können. Manchmal wird man doch nicht umhin gekommen sein, relevante Dinge anzudeuten, so die großen Anschläge, diverse Morde und die Finanzierung der dortigen Lebensart.

Man wird Ulli eines Tages angesprochen haben ob sie was über die Briefbombenserie oder die radioaktiven Schweinereien gehört hat bei den Menschenfressern in Niedernsill. Damit dürfte Ullis Schicksal besiegelt gewesen sein.

Man wird Ulli auch deshalb beseitigt haben weil sie – wie ich weiß – unbedacht eine wohlhabende Frau aus St. Johann im Pongau verteidigt hat, der man hinterhältiger Weise die Finanzierung des Alpenterrors anhängte und die sich seit jener Zeit in ihrer Wohnung hinter stahlverstärkten Türen verstecken muss. Sepps Umgebung hat mir auch angedeutet, dass Ulli vehement und fast schon zornig angebliche Morde dieser vollkommen unschuldigen Frau bestritt.

Das Grab der österreichischen Schifahrerin Ulrike Maier

Als es heiß wurde mit den Ermittlungen zum Alpenterror hatte Ulli plötzlich einen Unfall. Selbstverständlich hat man sie getötet, genauso wie Sepps Frau, die ihr etwas über die Hintergründe der Massenmorde und der Briefbombenserie erzählt haben muss. Leute wie Ulli dürfen nach der Auffassung der Israelis nicht leben. Man löscht Ihnen zum Beispiel durch überzogene Narkosen im Krankenhaus das Licht aus.

Einige Jahre später war auch Sepps Frau tot. Ich wurde zum Tatort geholt, die Leiche war schon steif, Arzt hatte man keinen gerufen. Sepp mühte sich um ein paar Tränen ab, soff einen Schnaps und meine Ziehmutter ruderte mit den Armen auf dass ihr Bündnis mit der Schwester von Ullis Exfreund nicht auffliegt.

Zu jener Zeit war Ulli schon durch ein bösartiges Pupperl ersetzt, einen dunklen Stroh- und Lockenkopf, eine Tussi, die nichts besseres zu tun hatte als mir trotz Partner wie ein Hunderl nachzulaufen. Mich ekelt vor den damaligen Verhältnissen; die Herrschaften sollten jetzt endlich freiwillig ins Gefängnis gehen.

(Foto Wald1siedel, Lizenz)

gewidmet Maria Schiffer

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