In eigener Sache

Schabbesgoi Joachim Herrmann

Der Organisator des Oktoberfestattentats, Shlomo Lewin, war Jude. Im Alltag versuchte er den Eindruck einer gewissen „Religiosität“ zu erwecken und hielt sich daher an bestimmte traditionelle jüdische Riten und Gebräuche, unter anderem an das Arbeitsverbot am Sabbat. Damit sein Haushalt an solchen Tagen weiterlaufen konnte engagierte er einen deutschen Jungen, der Hilfsdienste ausführte.

Dieser „Schabbesgoi“ hieß Joachim Herrmann und stammte aus Erlangen. Im Rahmen seiner Tätigkeit für Lewin dürften diesem Mann um 1980 bestimmte Planungen der israelischen Armee nicht entgangen sein, was wiederum dazu führte, dass die deutsche Seite damals nicht vollkommen wehrlos war.

Politisch dürfte diese Enthüllung für den bayerischen Innenminister ziemlich schädlich sein. Wenn man aber an die schrecklichen Verbrechen denkt, die mit den Informationen Herrmanns verhindert werden konnten kann man diesem blitzsauberen „Demokraten“ den Respekt nicht ganz versagen.

Lewin wollte unter anderem auch mich töten lassen. Dass ich noch lebe mag mit dem kleinen Schabbesgoi aus Erlangen in Zusammenhang stehen. Ich hoffe, dass auch er den Irrsinn dieser Zeit überlebt, bei aller schroffen politischen Gegensätzlichkeit. Ein paar Worte des Staatssekretärs Fröhlich, von Herrmann weitergeflüstert dürften mir buchstäblich den Arsch gerettet haben.

(Foto Sigismund von D., Lizenz)

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