Ideologie

Der Türken – ein Zeitgeistphänomen

Was ein „Ken“ ist, das weiß jeder, der die Barbie kennt: Ein Mann, der geistig nicht ganz ernst zu nehmen aber für Beziehungsansätze brauchbar erscheint. In der modernen technischen Welt ist es mit den echten Beziehungen aber nicht so einfach. Viele Männer haben angesichts des Feminismus aufgegeben, sind pleite und daher chancenlos, kämpfen gegen die Israelis, sind verheiratet oder gar heimlich in eine politische Gegnerin verliebt und sagen nichts weil sie doof ist.

Frauen sind da souveräner. Sie wählen; und haben kaum einmal das Bedürfnis, tatsächlich einen Mann zu lieben, den sie tatsächlich lieben (das soll ein Scherz sein). Dafür rächen sie sich mit Liebe der „besonderen Art“.

In unserer Zeit hat sich das Phänomen der weiblichen Heimsuchung herausgebildet, als Reaktion auf das zynische Gelächter, die abfällige, zu Recht gelangweilte Perspektive halbwegs brauchbarer Männer auf den so genannten Feminismus.

Was ist das? Es ist der Tür-Ken, das nächtliche Einsteigen bei Männern, die man begehrt und nach außen zu hassen vorgibt. Kurz: Die Dame besorgt sich einen Schlüssel und kommt nachts in die Wohnung. „Zu Tode erschrocken“ oder gar – wie öfter bei mir – vollkommen bewusstlos liegt man als Mann im Bett und spürt plötzlich eine Frau, die man mag. Sehr unangenehm (das soll ein Scherz sein).

Ich habe dieses Phänomen oft erlebt. Als ich „verheiratet“ war und den Konservativen gab rauschte es öfter einmal an der Tür. Später, zum Beispiel in Dresden, haben sich auch ironische Varianten ergeben: Da war eine Lesbierin, die mich für meine Beziehungen zu Frauen ärgern wollte und nachts einstieg. Sie verätzte mir aber nur meine Zahnbürste. War freilich alles ausgemacht, weil ich Zahnstein hatte und der wegmusste. Keine Satire. Und sie hatte ihren Spaß mit dem Tür-Ken, konnte vor ihren Damen auftrumpfen.

Die „Besucherinnen“ schicken dann manchmal Anzeigen wegen Stalking oder lassen ihre Anwältinnen Distanzierungen formulieren. Noch eifriger sind in diesem Zusammenhang allerdings Damen, die sich den Türken nicht trauen.

Es kommt vor, das Frauen beim Türken ein wenig frustriert sind und „Aggressionen“ ablassen. Man kennt sich schon lange; die Damen dürfen das, im wahren Leben heißt es ja Lamperl sein und einen linksradikalen Scheißdreck daherreden. Über manche Besuche von Julia, vor allem während meiner Ehezeit mit einer anderen, sei geschwiegen.

Weitere Zwischenfälle auch spektakulärer Art, an denen zum Beispiel meine Exfreundin Natalie Würnitzer teilgenommen hat, gehören ins Reich der Komödie und scheinen ihren Zweck erfüllt zu haben. Immerhin ist der Generalbundesanwalt darauf hereingefallen und hat an mein „Ableben“ geglaubt.

(Fotos privat)

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