Allgemein, Scheinspuren und Lügen

Politische Verfolgung von Frauen in Österreich

Interview mit Renate Rainer (geb. 1976 in Gera)

Mayr: Servus Renate, wir gehen heute ein heikles Thema an, die politische Verfolgung von Frauen in Österreich. Wie ist es dir ergangen?

Renate: Ich selber war politisch nie aktiv, hatte aber manchmal mit politischen Menschen zu tun. Und wer sich in Österreich mit solchen Menschen einlässt, hängt mit drin.

Mayr: Was heißt das?

Renate: Man wird dort sofort in Sippenhaft genommen. Als sie zum Beispiel 2014 mitbekommen haben, dass du in der Öffentlichkeit auftrittst hatte ich sofort Anzeigen am Hals. Die Stapo hat nie vergessen, dass wir früher einmal heimlich zusammen waren.

Mayr: Hat man dich erpresst?

Renate: Zuerst wollten Sie mich anwerben, um dich auszuspionieren und fertig zu machen. Dann kam dazu, dass du in Österreich als Nichthässliche fast automatisch Staatsgeheimnisse mitbekommst. Plötzlich war ich Jacqueline Bond und die Drogenfee vom Silbertal.

Mayr: 2017/18 hat man in Salzburg Angst bekommen?

Renate: Ich bin im Frühjahr 2018 von der Polizei an einem Vormittag zur Vernehmung abgeholt worden. Die Beamten tauchten bei uns am Hof auf, Einsatzkommando Cobra, mit Sturmhauben und Sturmgewehren. Ich habe Fenster geputzt. Die Kinder waren schnell beim Nachbarn, als Begründung wurde gesagt, Verdacht auf Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

Mayr: Um Gottes Willen.

Renate: Du hattest auf deinem Blog der Grazer Staatsanwaltschaft gedroht, die „geistigen Nebelwerfer ins Richtige“ zu drehen. Danach war es vorbei mit dem normalen Leben. Man kommt sich vor wie im Film.

Mayr: Wie ist es weiter gegangen?

Renate: Ähnlich wie bei Julia hat die Stapo natürlich mitbekommen, dass wir uns immer geliebt haben. Ich war dann einerseits Geisel, andererseits wussten die, dass wir in Verbindung stehen und man sich nicht alles erlauben kann. Frauengefängnis Hallein.

Die faule Staatsanwältin Fischer in Salzburg hat mich dann erpresst, ich sollte sie nicht nur privat bezahlen, sondern auch diversen Beamten sexuell weiterhelfen. Da mein Mann scharf überwacht worden ist, habe ich das Geld bei Freigängen durch Fotos und Shows aufgetrieben. Schlank war ich ja.

Die Schande im Ort war ein Wahnsinn. Ich war plötzlich die Unberührbare. Alle hatten immer schon gewusst, die ist schön und charakterlos, eine Nazibraut.

Mayr: Wie ist es dir gelungen abzuhauen?

Renate: Ohne deine diffusen Beziehungen zu so genannten Wirtschaftstreibenden wäre ich auf Jahrzehnte im Knast verschwunden. Zu den klassischen Stapo-Delikten kommt jetzt ja auch Landesverrat, bis zu zehn Jahre. Es ist mein Glück, dass du ein Faschist bist, was du immer leugnest.

Mayr: Wer hat dir das eingeredet.

Renate: Wenn es um Geld, den Wohlstand einzelner Gemeinden geht werden sie in Österreich kompromissbereit. Bei einem Freigang bin ich statt zu den Kindern einfach über die Grenze gegangen, und zwar zu Fuß. Politisch passender Weise über den Untersberg.

Mayr: Renate, vielen Dank für das Interview.

(Fotos privat und JA Salzburg, rechts ganz oben Frauengefängnis Hallein)

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s