Täter

Sprachwissenschaftliche Bemerkungen zu einer Ritualmordnummer des „Stürmer“

Gewohnt, Straftaten natürlich zu vermeiden, und unter der Fuchtel von gleichzeitig 4-5 Frauen (die älteren Damen, die sich einmischen bleiben unerwähnt) habe ich den Antisemitismus in den letzten Jahren vernachlässigt. Dabei war ich bereits im zarten Alter von 21 Jahren Autor eines komödiantischen Dramas mit dem Titel „Anderl vom Rinn“ und Zielperson diverser Volksverhetzungsverfahren.

1996 verfasste ich zum Beispiel im Rahmen o.g. Dramoletts den Satz „in mei Kircherl will i nimmer zruck“, den Anderl, das arische Opfer eines jüdischen Ritualmords äußert, nachdem er eine Tiroler Kirche, seine eigene Opferstätte, gelangweilt verlassen hat. Der Fehler an diesem Satz ist jedermann gegenwärtig.

Um 2000 war ich dann unbegreiflicher Weise mit einer Frau liiert, die heimlich Schnittorgien für die Israelis durchführte. Warum Julia bis heute auf sie eifersüchtig ist, die OP ihrer eigenen Doppelgängerin in Wien deswegen befürwortet (einst vereinbarte sie mit der Schnitterin, ihre Straftaten zum Schein zu verantworten, wenn ich erotisch in Ruhe gelassen würde), ist mir nicht klar. In den USA ist die Schnitterin heute eine Art Pornostar und grinst mich nach ihrer OP im Supermarkt über ihren flotten Beinen doof an.

Ach so, die Sprachwissenschaft. Mein Resultat aus der Analyse der Ritualmord-Nummer vom Mai 1934, „Jüdischer Mordplan gegen die nichtjüdische Menschheit aufgedeckt“ ist, dass das Heft ernst genommen werden sollte. Das sagt Ihnen nicht nur ein promovierter Germanist, sondern auch ein Mensch, der Täter persönlich kennt. Verlinkt werden darf nicht, weil der 130er§.

Ich bin von einer Jüdin „aufgezogen“ worden. Klar, wenn meine Nachbarin z.B. zu Weihnachten mit Keksen usw. damals nicht ein paar menschliche Akzente gesetzt hätte, wäre ich seelisch verreckt. So kann ich Sätze betrachten wie den folgenden: „5. Die Juden werden heute noch in talmudischem Sinne und in talmudischem Geist erzogen.“

Schen, schen. Julius Streicher, oben rechts, spricht mir da aus der Seele. Der verkrampfte Ton im Zitat verweist ein wenig auf eine Distanzierung vom Judentum, würde ich sagen. Links die Reproduktion einer mittelalterlichen Darstellung des Ritualmords an Anderl, aus dem „Stürmer“. Selbst Clemens Lückemann, dieser geistige Anderl, könnte mir da keine Volksverhetzung anhängen.

Fortsetzung folgt

Verbreitung nicht erwünscht, da Minderjährige den Artikel nicht lesen sollen

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