Mietpreissenkung

Wie ich mich in Sigi verliebt habe

Meine Antwort auf Sigis Beitrag zu seinen Kaffeehausgeschichten mit Julia besteht in der kurzen Schilderung meiner eigenen Liebesgeschichte mit ihm. Wir sind ja fast gleich alt und haben uns so mit 11, 12 irgendwo in der Kirche oder beim Bäcker ziemlich unsterblich ineinander verliebt. Ich hatte die „Hauptschule“ besuchen müssen, weil mich meine Grundschullehrerin nicht mochte, und er – der Musterschüler mit dem spießigen Pollunder – durfte „ins Gymnasium gehen“.

Sigi hatte Flötenunterricht im Hauptschulgebäude, und als wir so 13, 14 waren, kam es zu weniger harmlosen Begegnungen in der im Keller gelegenen Garderobe. Als ich das später Julia erzählte, vergiftete sie ihm beinhart einen Schuh („Sch Warz“), und er musste extrem schmerzhafte Behandlungen, sogar mit einem Elektrobrenner, über sich ergehen lassen. Meine Eltern waren nicht wohlhabend, und irgendwelche Leute redeten mir dann ein, „Sigi mag nur reiche Mädchen“.

Jeder, den ich kannte hatte etwas gegen unsere Liebe. Als ich mit 15 langsam deutlich schöner wurde als fast alle anderen, beschloss ich Sigi zu ärgern, den überheblichen zukünftigen Akademiker. Am meisten kotzte mich seine Ironie an, sein doofes Lachen.

Oben sehen Sie ein Foto von mir (roter Kreis), wie ich mit 19 als Marketenderin einen Meter neben Sigi mit seiner doofen Querflöte stehe und absichtlich von ihm weg schaue. Es ist aus einer Folge der Fernsehsendung „Klingendes Österreich“. Ich war nur deshalb zur langweiligen Blasmusik gegangen, weil ich in seiner Nähe sein und ihn z.B. am Sonntagvormittag bei mir haben wollte. Heimliche Schmusereien inklusive, denn zu Sigi nach Hause durfte ich als „Dummerchen“ nicht, das hätte seine Mutter nicht zugelassen. Außerdem stand ich im Verdacht, eine „Deutsche“ zu sein.

Damals habe ich schon als recht bekannte Stripperin in München und Stuttgart gearbeitet, nebenbei war ich Geschäftsführerin der einzigen brauchbaren Bar im Ort. Wenn Sigi wieder einmal irgend ein doofes Rendezvous mit einer israelischen Agentin vor sich hatte, soff er am Vorabend oft 15-20 „Weiße Spritzer“ bei mir im Lokal, um sich Mut anzutrinken. Manchmal stritten wir böse, weil wir nicht offen zusammen sein konnten. Seine Mutter ließ ihn von Zeit zu Zeit durch irgendwelche Aushilfskräfte vergiften an solchen Abenden, weil sie wusste, dass er aus Liebe bei mir herumsitzt.

Um 1996 herum hat Sigi als „Nikolaus“ Kinderüberraschungen zusammen mit seinen Freunden aus der örtlichen Bauernschaft organisiert. Nach seiner Tour durch den Ort, die von Krampussen begleitet wurde und auf der er aus einem goldenen Buch absichtlich den größten Blödsinn vorgelesen hatte, fand ein Umzug statt. Sigi „als Nikolaus“ wurde gemeinsam mit etwa zehn Krampussen auf einem Traktor-Anhänger triumphal durch den Ort gezogen, und er hatte nichts besseres zu tun als während der Parade, auf fahrendem Wagen mit dem „Engerl“ – einer als Zierde mitgeführten Blondine – vor allen Leuten zu schmusen.

Mit Hilfe einer Freundin betäubten wir dann Sigi (das ist im Pongau schlicht und einfach ein Brauch) und schleppten ihn in meine kleine Wohnung. Dort verbrachten wir die Nacht. Ich glaube, unsere Liebe hört niemals auf. Auch später, als wir beide verheiratet waren haben wir regelmäßig miteinander geschlafen. Wie oft hat das LKA mein Auto vor seinem Büro in Berlin, am Parkplatz vom Lidl in der Clayallee, fotografiert. Das Pongauer Kennzeichen auf dem geliehenen Smart (Jo Fun 2) war unverkennbar.

P.S. Ich werde wegen dieser Liebesnacht allen Ernstes wegen versuchten Mordes (!) gesucht. Die Staatsanwältin Fischer aus Salzburg scheint einen an der Klatsche zu haben. Sigis Ziehmutter hat mich stellvertretend für die doofe israelische Terroristin Teresa P. angezeigt, die durchdreht, weil ich von Sigi schwanger bin. P. erfindet immer wieder Liebesaffären mit Sigi und zeigt ihn dann wegen Nachstellung an.

P.P.S. Auch Katy Perry ist wegen Vergewaltigung von Sigi angezeigt worden. Die „Tat“ soll in einem Hotel am Flughafen Schönefeld stattgefunden haben. Einen solchen Müll habe ich noch nie gehört, wir sind alle mehr als verwundert.

Renate Rainer

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