Tirol

Dem Land Tirol die Treue

In einem kleinen Streit 1999 hat sich für die Italiener gezeigt, dass ich einen Mann liebe, der mein Schicksal ist. Ich hab schon gehört, sogar der stämmige Spießer Mussolini galt als „Mann des Schicksals“, was ihn nicht daran gehindert hat, nach dem Krieg als Bankbeamter in Frankfurt am Main für die Juden zu arbeiten.

Es sind kleine Dinge, die einem zeigen, dass man jemanden liebt. Zum Beispiel, dass sich die Liebe immer wieder durch „Verknallen“ erneuert, oder dass man immer wieder neue Liebesstellungen entdeckt, die man ständig wiederholt. Oder dass man den gemeinsamen Gedanken an Tirol hat und keinen Roman daraus macht.

Spießige Israelis würden das jetzt als Terrorbekenntnis werten. Es ist ein Bekenntnis zu Tirol.

„Zeugenschutzpantscherl“ könnte man das nennen, was zwischen mir und Sigi ist. Nur lieben wir uns seit fast 40 Jahren (und ich bin 43, außerdem ein bisschen von ihm schwanger) und einen Zeugenschutz haben wir nicht, nur eine Flucht. Wenn Sigi nicht 16 Stunden täglich den Maschinenraum des Arbeitskreis NSU bedienen würde, wäre es aus. Nicht zwischen uns, aber wir wären tot.

Wie wäre es, in Neustift Wein zu trinken und beim Wirt zu schlafen?! Ich würde mich am liebsten erschießen dafür.

Renate Rainer, Rechtschreiblektorat der Nichtakademikerin Mayr

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