Krebs

„Brustkrebs“ nein Danke

Als Freundin eines rechtsradikalen Verschwörungstheoretikers (Ironiemodus off) erlebt man so einiges. Man ist heimlich mit ihm zusammen, hat die ärgsten Schwierigkeiten. Als ich 20 war war ich zum ersten Mal magersüchtig, weil man so etwas nicht aushält. Die israelischen Aufsichtsbehörden mussten darüber getäuscht werden, dass wir uns lieben. Ich habe einen „Zersetzungsjob“ angenommen, damit es nicht auffällt, dass da was Ernstes ist.

Und 2010 habe ich dann Knoten in meiner Brust entdeckt. Es war in Berlin, ich habe mich bei Sigi in seiner kleinen Schreibwohnung geduscht. Es waren zwei kleine Knötchen. Danach haben wir trotzdem noch einmal miteinander geschlafen, und ich bin wortlos abgehauen zurück nach Salzburg.

Keine Frau traut sich zu sagen, was der Grund für so etwas ist. Es ist die Liebe zu einem Nationalen, so banal das klingt. Schaut euch das Foto oben an. Ich bin praktisch Sigis Schönheitsideal, und wir lieben uns, seit wir Kinder sind. Wenn er meine Füße massieren kann, ist er glücklich. Ich bin 43 und lache nur über „junge Konkurrenz“, manchmal dränge ich ihm sogar ein Mädel auf.

Die perverse Schwermetallvergiftung darf nicht mehr „Brustkrebs“ genannt werden. Es ist Mord.

Christina Hadler

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